Historische Daten nachfordern
Wenn Sie einen Zähler verbinden, können Sie gleichzeitig vergangene Verbrauchsdaten anfordern — also Daten aus der Zeit, bevor Sie die Plattform genutzt haben.

Was sind historische Daten?
Historische Daten sind Messwerte, die Ihr Netzbetreiber bereits gespeichert hat, aber noch nicht an energiedaten.at geliefert hat. Mit der Nachforderung können Sie diese Lücke schließen und Ihren Verbrauch der letzten Monate analysieren.
Wie die Nachforderung funktioniert
Beim Verbinden eines Zählers erscheint die Option „Historische Daten anfordern". Aktivieren Sie die Option und wählen Sie den gewünschten Zeitraum.
Die Anfrage wird gemeinsam mit der Verbindungsanfrage an Ihren Netzbetreiber übermittelt. Die Daten werden innerhalb weniger Tage geliefert — in der Regel zusammen mit den ersten regulären Messwerten.
Wie weit zurück können Sie Daten anfordern?
Der verfügbare Zeitraum hängt von Ihrem Tarif ab:
| Tarif | Historische Daten |
|---|---|
| Community | Nicht verfügbar |
| Starter | Bis zu 12 Monate |
| Growing | Bis zu 24 Monate |
| Business | Bis zu 36 Monate |
Historische Daten sind ab dem Starter-Plan verfügbar.
Wichtige Hinweise
Auch nachträglich möglich: Die Nachforderung kann beim erstmaligen Verbinden eines Zählers aktiviert werden. Für bereits verbundene Zähler können Sie historische Daten über die Bulk-Aktionen in der Zählerübersicht anfordern.
Daten können unvollständig sein: Nicht alle Netzbetreiber liefern historische Daten für den vollen möglichen Zeitraum. Lücken können auftreten — das liegt an der Verfügbarkeit beim Netzbetreiber, nicht an der Plattform.
Nachträglich anfordern
Auch nach dem Verbinden Ihres Zählers können Sie zusätzliche historische Daten anfordern.
Wo Sie es finden: Smart Meter → Tab "Datenabdeckung" → Karte "Historische Daten".
Ablauf:
- Wählen Sie ein Startdatum ("Von") — das Maximum liegt am Plan-Limit (z. B. 24 Monate zurück bei Growing).
- Das "Bis"-Datum wird automatisch auf den Tag vor Beginn Ihrer laufenden Datenfreigabe gesetzt, um Überschneidungen zu vermeiden.
- Pro Zähler kann jeweils nur eine Anforderung gleichzeitig laufen.
Zeitliche Erwartung: Netzbetreiber antworten meist innerhalb mehrerer Werktage; manche brauchen mehrere Wochen. Daten werden danach geliefert — gelegentlich in mehreren Tranchen über mehrere Tage.
L3-Daten: Einzelne Tage können L3-Werte (unzuverlässige Schätzwerte) enthalten — typischerweise, wenn die Meter-Kommunikation kurzzeitig gestört war. Der Netzbetreiber ist gesetzlich verpflichtet, L3 innerhalb von 60 Tagen durch zuverlässige Werte (L1 oder L2) zu ersetzen. Unser System übernimmt die ersetzten Werte automatisch. Im Kalender werden L3-Tage als "Teilweise" (gelb) markiert, bis bessere Daten geliefert sind. L3 ist nicht dasselbe wie Standardlastprofil (SLP) — siehe Glossar.
Ablehnungen: Wird eine Anforderung vom Netzbetreiber abgelehnt, zeigen wir den genannten Grund auf der Karte und in der Tabelle "Datenfreigaben". Sie können danach eine neue Anforderung mit anderen Daten stellen.
Plan-Limit erreicht: Wenn Ihre laufende Datenfreigabe bereits den maximalen Zeitraum Ihres Plans abdeckt, sehen Sie einen Upgrade-Hinweis statt der Anforderungs-Schaltfläche.