Das Lastprofil

Das Lastprofil zeigt Ihren Verbrauchsverlauf als Zeitreihe. Sie sehen, wie sich Ihre Last über Stunden, Tage oder Wochen verändert — und können Zeiträume direkt miteinander vergleichen.

Zeitliche Auflösung

Über dem Diagramm wählen Sie die Auflösung:

  • Viertelstunde (15 min): Die Originaldaten Ihres Smart Meters — höchste Detailstufe.
  • Stunde: Zusammenfassung auf Stundenwerte — übersichtlicher bei längeren Zeiträumen.
  • Tag: Tageswerte — ideal für Wochen- und Monatsvergleiche.

Zeiträume vergleichen

Mit der Vergleichsfunktion legen Sie zwei Zeiträume übereinander:

  • Vorperiode: Vergleicht mit dem gleich langen Zeitraum direkt davor.
  • Vorjahr: Vergleicht mit demselben Zeitraum im Vorjahr.
  • Eigener Zeitraum: Wählen Sie einen beliebigen Vergleichszeitraum.

So erkennen Sie Veränderungen — zum Beispiel ob eine Optimierungsmaßnahme tatsächlich den Verbrauch gesenkt hat.

Kennzahlen für den Zeitraum

Oberhalb des Diagramms sehen Sie die Kennzahlen für den gewählten Zeitraum: Gesamtverbrauch, Spitzenlast und Durchschnittslast. Bei aktiviertem Vergleich werden die Werte beider Zeiträume gegenübergestellt — mit prozentualer Veränderung.

Wenn Ihr Standort ein Standardlastprofil hinterlegt hat, wird zusätzlich eine Referenzlinie im Diagramm eingeblendet. So sehen Sie, wie Ihr tatsächlicher Verbrauch vom statistischen Profil abweicht.

So nutzen Sie das Lastprofil

  • Tagesvergleich: Wechseln Sie auf Tagesauflösung und suchen Sie nach Ausreißern — Tage mit ungewöhnlich hohem oder niedrigem Verbrauch.
  • Vorher/Nachher: Nutzen Sie den Vergleich, um die Wirkung von Maßnahmen zu prüfen (z. B. neue Geräte, geänderte Betriebszeiten).
  • Saisonale Effekte: Vergleichen Sie mit dem Vorjahr, um witterungsbedingte Schwankungen von echten Veränderungen zu unterscheiden.

Das Lastprofil liefert gemessene Viertelstundenwerte (QH-Daten) — im Gegensatz zu den synthetischen Standardlastprofilen (SLP), die Energieversorger für Kunden ohne Smart Meter verwenden. Diese gemessenen Profile sind die Grundlage für eine tarifliche Optimierung, weil sie das tatsächliche Verbrauchsverhalten abbilden.

Bei gewerblichen Kunden mit Leistungsmessung (RLM) sind QH-Daten auch für die Netzentgelt-Berechnung relevant: Spitzenlasten bestimmen den Leistungspreis, die Lastganglinie den Arbeitspreis.