Energieberatung lebt von der Analyse. Lastgänge auswerten, Standby-Verbräuche aufspüren, daraus ein Einsparpotenzial mit belastbaren Zahlen ableiten: Das ist die Arbeit, für die Ihre Kunden zahlen. Davor steht aber ein unscheinbarer Schritt, der in vielen Mandaten mehr Zeit kostet als die Auswertung selbst. Die Verbrauchsdaten des Kunden müssen erst einmal vorliegen.
Der Engpass liegt bei der Datenbeschaffung
Schauen Sie auf Ihren eigenen Ablauf. Am Anfang steht das Gespräch, dann die Bedarfsklärung, dann die Analyse, am Ende der Bericht. Dazwischen liegt der Schritt, über den niemand gern spricht: Der Kunde stellt die Daten bereit. In der Praxis kommt dann eine Excel-Datei mit Lücken, es folgt eine Rückfrage, und bis die Werte vollständig sind, ist eine Woche vergangen.
Bei einem Mandat ist das verschmerzbar. Bei zehn wird es zum Muster. Jeder neue Kunde bringt dieselbe Schleife mit sich, bevor die eigentliche Beratung beginnt.
Als Berater sitzen Sie nicht an der Quelle
Der Grund ist strukturell. Der Zähler sitzt beim Kunden, die Daten gehören ihm. Sie können den Verbrauch nicht selbst abrufen. Sie sind darauf angewiesen, dass Ihr Kunde sie Ihnen gibt, und genau da reißt die Kette: Der Kunde hat anderes zu tun, der Export bleibt unvollständig, das Format wechselt von Fall zu Fall. Auch die üblichen Wege, Smart-Meter-Daten auszulesen, führen wieder über Ihren Kunden: Das Netzbetreiber-Portal verlangt seinen persönlichen Login, die Schnittstelle am Zähler den Zugang vor Ort. Als Berater rufen Sie die Daten nicht selbst ab.
Daran ändern Smart Meter zunächst nichts. Die Zähler dafür sind längst verbaut: Rund 97 Prozent der österreichischen Stromanschlüsse haben einen Smart Meter, der im 15-Minuten-Takt misst.[1] An diese Werte kommen Sie, sobald Ihr Kunde die Weitergabe freigibt. Seit dem ElWG erhalten Sie sie dann in voller Auflösung: Die feinste Granularität ist für berechtigte Dritte zum Standard geworden, der frühere Extra-Schritt entfällt.[2] Die Daten sind also da. Was fehlt, ist ein Weg, der nicht über das Postfach Ihres Kunden führt.
Eine Freigabe pro Kunde, danach kommen die Daten
Der Weg führt über eine einmalige Freigabe pro Kunde. Ihr Kunde stimmt der Datenweitergabe einmal zu, im Portal seines Netzbetreibers, für seinen Zählpunkt. Ab diesem Moment kommen die 15-Minuten-Werte täglich. Jeder neue Kunde gibt seine eigene Freigabe, aber eben nur einmal: Die Excel-Schleife von vorhin wiederholt sich nicht mehr.
Die Zustimmung selbst nehmen wir Ihrem Kunden nicht ab. Den Schritt im Netzbetreiber-Portal macht er selbst; das ist der gesetzlich vorgesehene Weg über seinen Netzbetreiber, dieselbe Stelle, die seinen Zähler betreibt. Für ihn sind es ein paar Klicks. Ihr Kunde bleibt eingebunden, aber sein Teil endet mit der Freigabe: Danach fragen Sie nicht erneut nach.
So läuft die Freigabe ab
- Sie geben die Zählpunktnummer des Kunden ein, die 33-stellige Nummer von seiner Stromrechnung.
- energiedaten.at stellt die Datenanfrage beim Netzbetreiber.
- Ihr Kunde, der Zählerinhaber, gibt die Freigabe im Portal seines Netzbetreibers.
- Die Daten kommen täglich, so sieht der Weg im Detail aus.
Eine Freigabe pro Zählpunkt. Hat ein Kunde mehrere Standorte, ist es eine Freigabe pro Standort. Den Status jeder Anfrage, ob offen, aktiv oder abgelaufen, sehen Sie an einer Stelle, statt ihn pro Kunde im Kopf zu behalten.

Was bei Ihnen ankommt
Für die Analyse zählt das Format. Berater wollen die Werte dort, wo sie damit arbeiten, also als CSV. energiedaten.at liefert die 15-Minuten-Werte als CSV per E-Mail, täglich, wöchentlich oder monatlich, je nach Mandat. Sie öffnen die Datei in Ihrem Auswertungswerkzeug und legen los.
Die Werte kommen direkt vom Netzbetreiber, im selben Takt, der auch der Abrechnung zugrunde liegt, mit Qualitätskennzeichen. Korrigiert ein Netzbetreiber einen Wert nachträglich, wird die Korrektur in Ihre Daten übernommen. Für eine Lastgang-Analyse brauchen Sie Historie: Im Starter-Tarif rufen Sie bis zu zwölf Monate rückwirkend ab, im Growing-Tarif bis zu 24.
Wofür Sie die Daten nutzen, bleibt Ihr Geschäft: Lastgang- und Standby-Analyse, Vorbereitung auf den EEffG-Kurzbericht, Datengrundlage für ein ESG-Reporting. Eine Übersicht finden Sie auf der Seite für Energieberatung. Wer die Auswertung lieber in der Plattform macht, findet Lastgang- und Spitzenlast-Analysen ab dem Growing-Tarif.

Was das für ein wachsendes Beratungsgeschäft bedeutet
Sie fangen klein an: Mit dem Starter-Tarif holen Sie die Daten Ihrer ersten Kundenzähler. Kommen mehr Mandate dazu, wächst der Tarif mit. Der Growing-Tarif ist auf einen größeren Kundenstamm ausgelegt.
Und wenn ein Mandat endet? Die Zustimmung Ihres Kunden ist jederzeit widerrufbar, sie gehört ihm. Läuft ein Mandat aus, beenden Sie die Datenanfrage für seinen Zählpunkt; die bis dahin erhobenen Werte exportieren Sie für Ihre Unterlagen.
Häufige Fragen
Wie fordere ich den Lastgang meines Kunden an?
Über eine einmalige Freigabe. Sie geben die Zählpunktnummer ein, energiedaten.at fordert die Daten beim Netzbetreiber an, Ihr Kunde bestätigt die Freigabe im Portal seines Netzbetreibers. Ab dann kommt der Lastgang täglich als 15-Minuten-Werte.
Brauche ich die Zustimmung des Kunden?
Ja. Die Verbrauchsdaten gehören dem Kunden, und die Freigabe erteilt er selbst im Portal seines Netzbetreibers. Erst mit dieser Zustimmung fließen die Daten, und er kann sie jederzeit widerrufen.
Bekomme ich die Viertelstundenwerte?
Ja. Seit dem ElWG sind Viertelstundenwerte die Standardauflösung; ein berechtigter Dritter erhält sie, sobald der Kunde zustimmt.
Welches Tool brauche ich für die Lastganganalyse?
Ihr gewohntes. energiedaten.at liefert die Werte als CSV, die Sie in Excel, Ihrem BI-Tool oder Ihrer Analysesoftware öffnen. Lastgang- und Spitzenlast-Analysen direkt in der Plattform gibt es ab dem Growing-Tarif.
Fazit
Die Analyse können Sie. Woran Mandate hängen, ist die Beschaffung der Daten davor. Solange die über das Postfach Ihres Kunden läuft, kostet jeder neue Auftrag dieselbe Woche Vorlauf. Mit einer einmaligen Freigabe pro Kunde verschiebt sich diese Arbeit an den Anfang: einmal erteilt, danach kommen die Daten.
Holen Sie die Daten Ihres ersten Kunden: kostenlos testen mit dem Starter-Tarif.
Für ein wachsendes Beratungsgeschäft: der Growing-Tarif für einen größeren Kundenstamm.
[1] E-Control, Smart-Meter-Monitoringbericht 2025 (Oktober 2025): Ausrollungsgrad 96,9 % der umzustellenden Zählpunkte zum Stichtag 31.12.2024.
[2] Elektrizitätswirtschaftsgesetz (ElWG), BGBl. I Nr. 91/2025, in Kraft seit Dezember 2025: Viertelstundenwerte sind die Standardauflösung; ein berechtigter Dritter erhält sie nach Zustimmung des Kunden, ein separater Granularitäts-Opt-in entfällt.
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