Wir sind am Oesterreichs Energie Kongress 2026
25 Jahre Strommarktliberalisierung sind heuer das Kongressthema. Worauf wir uns im Programm freuen und was zwei Wochen später ansteht.
Am 16. und 17. September 2026 sind wir am Oesterreichs Energie Kongress in der Wiener Hofburg, mit einem Stand in der Start-up-Reihe.
Der Kongress steht heuer im Zeichen von 25 Jahren Strommarktliberalisierung. Von unserer Seite aus gesehen ist das in erster Linie eine Geschichte von Wahlmöglichkeiten: Lieferantenwechsel, unterschiedliche Preismodelle, die Beteiligung an einer Energiegemeinschaft. Das ElWG hat diese Liste heuer noch einmal verlängert.
Zwei Wochen nach dem Kongress, am 1. Oktober, treten die ElWG-Bestimmungen zur Bürgerenergie in Kraft, und die bestehenden Energiegemeinschaften wandern in den neuen Rechtsrahmen. Vier Tage später sollen die ersten P2P-Marktprozesse starten, vorerst innerhalb eines Netzgebiets, netzgebietsübergreifend ab April 2027. Strom geht dann direkt von einem Teilnehmer zum anderen, und dafür genügt ein Vertrag zwischen den beiden Seiten, eine Energiegemeinschaft als Rechtsträger braucht es dazu nicht. Das steht so nicht auf dem Programm, dürfte in den Pausengesprächen aber vorkommen. Uns interessiert daran die Abwicklung: Wer misst, wer ordnet zu, wer rechnet ab.
Aus dem Programm haben wir uns zwei Punkte vorgemerkt. "Preis und Wert von Strom" mit E-Control, Statistik Austria und der Energieallianz Austria berührt die Frage, woran sich ein Strompreis für einen konkreten Betrieb überhaupt messen lässt. Bei "Wie viel KI verträgt das Energiesystem?" sind wir gespannt, wie weit die Einschätzungen am Podium auseinandergehen.
Mitnehmen wollen wir vor allem Gespräche. Die Datenseite kennen wir aus dem Maschinenraum, also Zustimmungsprozesse, Formate und die Eigenheiten von über 140 Netzbetreibern. Was uns fehlt, ist die Sicht der Unternehmen, die diesen Markt seit 25 Jahren betreiben. Wenn Sie am Kongress sind und eine Meinung dazu haben, wo der Zugang zu Verbrauchsdaten in der Praxis heute noch hakt, dann hören wir das gerne.
Phillip Fickl ist an beiden Tagen vor Ort. Wer nicht dabei ist und trotzdem darüber reden möchte, erreicht uns hier.